Rezension

Erich Langguth: Aus Wertheims Geschichte, (Veröffentlichung des Historischen Vereins Wertheim; Bd. 7)
hg. vom Historischen Verein in Verbindung mit dem Staatsarchiv Wertheim aus Anlass des Jubiläums 100 Jahre Historischer Verein Wertheim e.V. (1904-2004)
Wertheim: Verlag des Historischen Vereins Wertheim e.V., 2004, geb., 563 S., ISBN 3-00-015709-3.

Zum 100. Jubiläum der Vereinsgründung hat sich der Historische Verein Wertheim ein besonderes Geschenk gemacht. In beeindruckender Ausstattung und mit vorzüglicher Bearbeitung hat er die gesammelten Beiträge von Stadtarchivar i.R. Erich Langguth herausgebracht. Ein vergleichbares Buch ist schwer zu finden. Auch sind mancherlei Quellen mitgeteilt, sowie Listen, die eine jahrelange Bearbeitung erfahren haben, so die Liste der Einwohner Wertheims nach dem Manual der Bürgermeister-Rechnung 1781/82.

1712/13 fand die Wahl der Bürgermeister Philipp Christoph FIRNHABER und Johann Michael RIEß statt. Erich Langguth gibt den Auszug aus dem Ratsprotokoll mit sämtlichen 79 Gratulanten bis hinunter zu den Schweinbesehern Philipp AURICH und Philipp Jacob HOTZ!

Bemerkenswert bleibt, an wie vielen Stellen die Bedeutung der Residenzfunktion Wertheims hervortritt.

An Abbildungen sollen hier nur genannt werden:

  • Kartenausschnitt Grafschaft Wertheim 1603 (S.18);
  • Disputation im Grafenhaus (Titebild und S. 67);
  • Graf Michael III. von Wertheim († 1556, Kopf des Grabmals, S. 98);
  • Graf Ludwig von Stolberg-Königstein (1505-1574) (Grabmal, S. 99);
  • Graf Wolfgang Ernst von LÖWENSTEIN-WERTHEIM († 1636) (S.166);
  • Graf Johann Dietrich von LÖWENSTEIN-WERTHEIM-ROCHEFORT († 1644) (S. 167);
  • Fürst Maximilian Carl von LÖWENSTEIN-WERTHEIM-ROCHEFORT (1656-1718) (S. 251);
  • Graf Johann Ludwig Vollrath von LÖWENSTEIN-WERTHEIM-VIRNEBURG (1705-1790) (S. 276);
  • Graf Friedrich Ludwig von LÖWENSTEIN-WERTHEIM-VIRNEBURG (1706-1796) (S. 316);
  • Fürst Carl Thomas von LÖWENSTEIN-WERTHEIM-ROCHEFORT (1714-1789) (S. 281);
  • Fürst Georg von Löwenstein-Wertheim-Freudenberg (1775-1855) (S. 391);
  • Die Ehrenpforte in der Bahnhofstraße (S. 500) zum Einzug des Fürstenpaares Ernst und Wanda 1887.

An weiteren Abbildungen wären hervorzuheben:

  • Johannes WINKLER, Superintendent 1679-1684 (S.253);
  • P. Venantius ARNOLD, Präses und Pfarrer (* Freudenberg am Main 13.8.1754, 1779 Priester, † Wertheim 15.10.1836 (S. d. Christoph A. u. d. Maria Eva Schureck);
  • Johann Gottlob Erdmann FÖHLISCH (* Barge, NSchles., 1778, † 1862), Dr., Gymnasialdirektor (S. 400);
  • Johann Albrecht Friedrich EICHHORN (* 1779, † Berlin 1856) (S. 397)
  • Heinrich HOFMANN (* Kreuzwertheim 1779, † 1866), großbrittan. Capitain im Generalstab (S. 393);
  • Johann Nicolaus EMMERICH (* Groß Umstadt 1739, † Wertheim 1818) (S. 321);
  • Dr. Alexander KAUFMANN (1817-1893), fürstl. Archivrat (S. 426 und 506);
  • Bernhard BENARIO (1819-1885), Bankier (S. 488);
  • Fritz LANGE-DEDEKAM (* Bastorf, Mecklenburg 1860, † Berlin 1931), Kunstmaler (S. 522).

Zwar fehlen dem Band eingehende Register, doch werden sie durch ein ausführliches, thematisch gegliedertes Inhaltsverzeichnis aufgewogen. Dieses lassen wir nachstehend folgen. Dabei sind in Klammem Ergänzungen aus dem Text hinzugefügt.

I. Geschichte von Stadt und Grafschaft
(1) Vom Besitzstand der Grafschaft Wertheim (Das Amt Wertheim; Die Cent Michelrieth; Die Cent Remlingen; Das Amt Laudenbach; Das Amt Freudenberg; Das Amt Schweinberg).
(2) Über die Befestigungsanlagen von Kreuzwertheim und Alt-Bestenheid.
(3) „Denkwürdige Händel“ aus 200 Jahren – Die Chronik des „Braunen Buches“ (1463-1631, S. 141-195!).
(4) Die sogenannte „Rasse1’sche Chronik“ Diarium Wertheimiense, welches von einem Burger namens Sebastian Rassel ist geführt worden (1611-1634).
(5) Ein Zeugnis hoher Schreibkunst (Urkunde 1632). Prachtvolle Urkunde über die Befreiung von der Leibeigenschaft der Wertheimer Bürger im Jahre 1632.
(6) Taxation der gräflichen Weinberge anno 1654.
(7) Vorbereitungen für einen Kaiserzug 1657 (mit Liste der mit Musketen ausgestatteten Einwohner).
(8) Beiträge zur Wertheimer Chronik: 1764 (Einführung des Stadtschultheißen Georg Conrad Greineißen).
(9) Königliche Besuche in Wertheim – früher.

II. Stadtverwaltung
(10) Rathaus: einst Klinkharts- und Rankenhof?
(11) Vom Weinschrank auf dem Rathaus - damals [darin: Stuben-Ordnung uf dem Rathauß].
(12) Das Wertheimer Rathaus feiert Jubiläum.
(13) Vom Bürgerrecht im alten Wertheim. Erbhuldigungen und Bürgereid waren im 16. Jahrhundert, Voraussetzungen um Neubürger zu werden (betr. Bürgeraufnahmen und Bürgereid von 1581 unter Oberamtmann Dr. Johann COCH, Stadtschultheiß Michael MATZER, Bürgermeister Sebastian FRIDEL u. Bemhart KRAFT, Stadtschreiber Mag. Johann Georg MÜTTEL).
(14) Stadtschreiber Johann METZLER, J .U. L. (Licentiaten-Diplom der Univ. Tübingen 1634, dann 1640-1693, 53 J. Stadtschreiber in Wertheim, begr. Wertheim 23.4.1695).
(15) Wertheimer Bürgermeisterwahl 1712/13 (betr. Philipp Christoph FIRNHABER und Johann Michael RIEß).
(16) Aus der Stadtrechnung vor 200 Jahren (älterer Bürgermeister Christian ÖSTERLEIN).
(17) Vermögensinventar der Stadt Wertheim (1820/30) (darin zwei 1824 von Graveur STOCKMAR aus Stahl angefertigte Stadtsiegel.
(18) 1905: Hans BARDON wird Bürgermeister (betr. Hans BARDON, * Mannheim-Waldhof 6.2.1872, † Wertheim 19.3.1946, mit Listen des Gemeinderats 1905).
(19) Städtische Urkundensammlung näher betrachtet. Eine erste Überschau über die Bestände - Die Hauptabteilungen (1953) (Erstes Repertorium von Archivar Dr. Karl WAGNER, † 2.10.1889).
(20) Das Wertheimer Stadtarchiv 1954-1959.

III. Gerichtswesen
(21) Von den Wertheimer Scharfrichtern (I). Wohnten nicht am Amtsort und waren gemiedene Leute - Ein Ergebnis von Nachforschungen in alten Kirchenbüchern (Lorentz SEITZ, † 1625; 1625/26 Sebastian SCHMIDT; Georg SCHWARZ (1626).
(22) Von den Wertheimer Scharfrichtern (II). Henker FRIES entstammte einer Müllerfamilie - In Notzeiten rückten die Menschen sogar mit dem Scharfrichter zusammen (FRIES, † 1630).
(23) Von den Wertheimer Scharfrichtern (III). Peinliche Verhöre durch Henker in den Hexenprozessen vor 320 Jahren - Daumenstock und Beinschrauben halfen nach (Peter KNAPP, † 1639; Jacob LINDENMAIER, † 1713).
(24) Von den Wertheimer Scharfrichtern (IV). Herkunft der Meister Veit KNAPP und Jodocus SCHMIDT noch nicht geklärt - Enge Sippenzusammenhänge (1674-1680 Veit KNAPP, Jacob LINDENMAIER).
(25) Von den Wertheimer Scharfrichtern (V). Jodocus SCHMIDT 30 Jahre Henker in Kreuzwertheim, Sohn und Enkel waren Nachfolger (Jodocus SCHMIDT † 1720, kath., Johann Conrad SCHMIDT, Johann Georg LINDENMEYER, Peter Franz Anton SCHMIDT).
(26) Von den Wertheimer Scharfrichtern (VI). Henker J. M. SCHMIDT pachtete das Wirtshaus "Zum Schwarzen Adler" - Valentin SCHÄFER aus Gamburg wurde hingerichtet (Johann Michael SCHMIDT, aus Nürnberg, ev., Thomas SCHWARZ, kath., † 1801, Adam SCHWARZ, † 1834).
(27) Ein Duell mit tödlichem Ausgang (8.6.1661) (Duell zwischen dem Spitalmeister Christoph ARNSPERGER und dem Trompeter des Grafen Gustav Axel, Jacob SUERIN aus Münster i.W., Zeuge: der Trompeter Hans Jörg DÖLLINGER).
(28) Grenzstreit mit Vockenrot und Bestenheid (1711).
(29) Stadtgerichtsurteil nach 2. Mose 21, Vers 35 (1716 betr. die beiden Viehhirten Hans Jacob WERNERT und Wolf Andreas OTTO).
(30) Vom Stein- und Feldgericht der Stadt (1755) (Senioren Georg Michael PLATZ und Johann Jacob SAUER).
(31) Vertrag zwischen Stein- und Feldgericht (1775).

IV. Polizei
(32) Beispiele städtischer Baupolizei (I-II).
(33) Wertheims alfabetische Polizey-Ordnung (1814).
(34) Aus den Akten der Wertheimer Stadtpolizei (I-V) (S. 376-386). Betr. Wertheimer Stadtpolizisten: Johann Georg DRACH (1771-1838), Peter FRIES (* Mainz 1781, † 1827), Johann Michael KREß († 1835, 45 J. alt), Gottfried DITTEMER (* Wertheim 1781, † 1837; verh. Susanne HOLLERBACH), Johann Jacob GÜNTHER (* 1793), Johann Jacob LAMBINUS (* 1806), Carl ZIMMERMANN (* 1815), Heinrich SIMON (* 1800), Johann SCHELHORN, Georg Michael ADELMANN (* 1794, † 1870), Christian BRÜMMER (* 1806), Georg KORN (* 1817), Peter ZWIRNER († 1862), Christian ADELMANN, Bernhard EISELE (* 1803, † 1879), Joseph BÄRTSCH († 1879), Ludwig NÜBLING, Wilhelm RUF (1880), Christoph GÖTZELMANN, Christoph KÖBLER († 1893), Johann Martin KNAUER, Georg Michael LAMBINUS († 1898), Peter RETTINGER (gen, der "Rennpeter", * 1832, † 1913, M.: SCHÄFER), Konrad NÜBLING (* 1850, † 1932), Georg SEHER (* 1859, † 1920), Michael SCHMIDT (* Lindelbach 1869, † 1931), Hugo VÄTH (* 1888, † 1939), Nikolaus DOSCH (* 1894, † 1942), Karl SCHWAB (* 1891, † 1976).

V. Öffentliche Einrichtungen
(35) Der Bartholmesin Turm beim Vaitshof. Ein wiederaufgefundenes Stück der Stadtbefestigung (mit Baurechnungen 1459/60 und 1462/63).
(36) Die Rätsel um den "Mittel Eichelbrunn" gelöst.
(37) 16 "Viertel" für Schützen und Schießgesellen. Streiflichter aus der Geschichte der Schützengesellschaft.
(38) Der Brunnen "zu den Engeln genannt" (1574) (Bildhauer Mathes VOGEL).
(39) Michaelis-Schießen seit 180 Jahren? (1774).
(40) Als es noch keinen Michaelismarkt gab (1811).
(41) Aus der Gründungszeit der Feuerwehr (1857).
(42) "Der Posten des Commandanten ist ein schwieriger" (1857).
(43) Hauptmann, Lieutenant, Rottmeister (Feuerwehr).
(44) Wertheims Gaswerk wurde 1863 erbaut (August FAAS/Ffm. u. Christoph FRIEDLEBEN/Offenbach).
(45) Die Wertheimer Messe schon mehrmals "abgeblasen" (1873).
(46) Altes Schlachthaus wurde 1879 erbaut.
(47) 4500 Goldmark kosteten drei Brunnen (1882).
(49) Eröffnung des Postgebäudes vor 65 Jahren (1890) (erbaut durch Wilhelm LANGGUTH).
(50) "Historisches Musueum für Stadt und Grafschaft" nun verwirklicht (Museumsgeschichte seit 1878).
(51) 100 Jahre besteht die Bezirkssparkasse (fürstl. Geheimer Finanzrat LICHTENBERGER).

VI. Gesundheitswesen
(52) Bürgerbadestube in der Eichelgasse (betr. Bader).
(53) Berühmte Ärzte in und aus Wertheim (betr. Johannes VON WETZLAR, Johann Daniel KRAFT († 1697), Dr. Johann Friedrich ALLMACHER († 1687), Dr. Johann Adam LEINWEBER († 1751, verh. 1715 Sophia Elisabeth OHLENSCHLAGER-KORNMANN aus Ffm.), Dr. Johann Gottfried BREMSER († 1827), Dr. August WIBEL († 1813).
(54) Aus der Geschichte des Bergfriedhofes. Einst evangelische Begräbnisstätte.
(55) Über die Wertheimer Hospitalmeister (betr. Hans BOPFINGER, Valentin SOMMER, Bernhard EYRICH, Hans SCHURCK, Conrad (Contz) MUNGOLT, Kilian FRANCK, Johann (Hans) HEMMERICH (EMERICH, HEINERICH), Bernhard CANTZLER, Valentin MEIG, Johann FISCHER, Hauprecht FIRNHABER, Johann Philipp FIRNHABER, Christoph ARNSPERGER († 1675).
(56) Die "Leibshaltung" des Hans SCHWAB 1556. Ein Beitrag zur Geschichte der Wertheimer Altersfürsorge vor 400 Jahren (Hans SCHWAB d. Ä.; Claus BECHTOLD).
(57) 300 Jahre Untere Hofapotheke. 50 Jahre in Familienbesitz BREMS (Apotheker: Christoph NEUBICH, Dietrich GÜNTHER aus Oldenburg, Johann Jacob BECKER, Friedrich Carl Conrad BODEN aus Lemförde, Andreas Wilhelm NEUBER aus Oberntief bei Windsheim, Johann Conrad DIETRICH aus Nürnberg, Franz STOLZ aus Külsheim, Eduard ZEHR aus Bruchsal, Paul BRENNER aus Amorbach, Josef BREMS).
(58) Dr. August WIBEL und Dr. Wilhelm EICHHORN. Weihnachten 1813 - Gedenken an zwei Ärzte (Dr. August WIBEL, * Ernsbach bei Öhringen 1.8.1775, † 25.12.1813; verh. Johanna Charlotte Sophie BUCH; Dr. Wilhelm EICHHORN, * 12.4.1783, † 26.12.1813, S. d. Carl Ludwig E.).
(59) Das goldene Jubiläum des Turnverein (1912).

VII. Handel, Gewerbe, Zünfte
(60) Die "Übertauber" was für die "Schiffigen". Zum Jahrtag der Fischer und Schiffergenossenschaft - Wohnsitze seit 500 Jahren.
(61) Kupferschmiede-Tradition seit 1653 (145-jähriges Jubiläum des Kupferschmiede-Unternehmens von Johann Conrad HENSCH; vorher: Georg SITZMANN/ZITZMANN; Philipp Heinrich CURBIN aus Maulbronn, KAPPES, BONNWETSCH).
(62) Das Gasthaus "zur Rose" und seine Geschichte (1662) (Firma A. GÖTZELMANN).
(63) "Zum Gedächtnis aller guten Ordnung". Wertheimer Schiffer und Fischer vor 250 Jahren [1708] - Die Zunft in ihrer Blütezeit (mit sieben Mitgliedern die Familien BUCH, SEHER, KREß, MÜLLER u. SCHLEICHER; mit sechs: SCHRECK, ÜHLEIN, WENNEIS; mit fünf: BAUER, KREßMANN, SPEIER; mit vier: BERINGER, HOLLERBACH, mit drei: LESCH, SEELIG).
(64) Vom Speirieth und Fischen im Mühlgraben (Aufzeichnungen des Zunftschreibers Johann Wolfgang BRÖNNER 1723/33).
(65) Auch die Bäcker beim Fischen zu Gast (1671).
(66) Den Heckenwirten zur Nachricht (1715).
(67) Gasthaus "Goldener Adler" seit 1773. Bis 1862 in Maingasse 9, danach Mühlenstraße 8 (Besitzer u.a. Heinrich SEMLER Wwe., Johann Jacob KAUFMANN, Georg Conrad HELD, Johann Michael HELD).
(68) Weinwirtschaft und Mazzenfabrik: "Gasthof Israel". Das Café Israel in Maingasse 17 war der letzte jüdische Gasthof in Wertheim.
(69) Wertheimer Weinlese vor 125 Jahren (ca. 1837) (betr. Bericht des Johann Georg WEIMAR von 1887).

VIII. Verkehr
(70) Ein Stein berichtet vom Hochwasser. Bei Arbeiten am ehemaligen Haus HAAS & GÖTZINGER gefunden - Es war im Februar des Jahres 1595.
(71) Brückenbau über die Tauber vor 300 Jahren (1654).
(72) Kiesel fielen so grioß wie Nüsse ... (1728).
(73) Die Neujahrsflut vor 200 Jahren (1763/64).
(74) Größtes Wertheimer Hochwasser 1784. Aus dem Tagebuch der Gebrüder MÜLLER (Georg Nicolaus MÜLLER und Philipp Christoph MÜLLER, Schiffer).
(75) Die holzgedeckte Tauberbrücke wurde 1787, nicht 1784 erbaut.
(76) Wertheim hatte immer Straßensorgen (I). Oberamtmann GAERTNER richtete vor 120 Jahren Denkschrift an Regierung (1835).
(77) Wertheim hatte immer Straßensorgen (II). 1835 ging es um den Ausbau der Handelstraße Würzburg- Miltenberg.
(78) Bahnbau war Eingriff in das Stadtbild (1866/68).
(79) Hölzerne Tauberbrücke vor 100 Jahren abgerissen (1873).
(80) Wartberg-Erschließung vor 80 Jahren (1873).
(81) Der Durchbruch des Bettingbergtunnels (1880).
(82) "Prosit Neujahr" mit Wasserschöpfern statt Sektgläsern. Das Hochwasser von 1882/83.
(83) Velocipedfahrer ziehen durch die Stadt. Der Velociped-Club (1890).
(84) Als der Fußgänger noch König war. Die Wertheimer Velocipedfahrer hatten auch schon ihre Sorgen (1886/88).

IX. Bau-, Kunst- und Naturdenkmäler
(85) Baubeginn des Gotteshauses vor 570 Jahren. Anno 1388 wurde der Chor errichtet - ursprünglicher Zustand verwischt (evangelische Stadtkirche Wertheim).
(86) Die Kirchen rings um Wertheim. (I) Dem hl. Veit als Schutzpatron geweiht (Eichel). (II) Zurück in das hohe Mittelalter? Waldenhausen als Filialgemeinde. (III) 1753 die letzte große Veränderung. Kreuzwertheims Kirchhof seit 125 aufgelassen (betr. die Grabdenkmäler der Pfarrer Wilhelm BULÄUS 1663, Andreas Nicolaus CAROLI 1708, Johann Michael SAUER 1758). (IV) Vom alten Bau ist nichts übriggeblieben. Michelrieth und die alte Grafschaft. (V) Lindelbach hatte nie einen eigenen Pfarrer. Langhaus als schmuckloser Barockbau. (VI) Verschwundenes Gotteshaus wieder ans Licht gebracht (Bettingen).
(87) Evangelische Kirche - Wahrzeichen von Kreuzwertheim.
(88) Ein Herrschaftswappen am Bürgerhaus (1550, Brückengasse ).
(89) Wertheimer Hausjubiläen aus 400 Jahren.
(90) Gab es Hausnamen im alten Wertheim? Im Bereich der Stiftskirche und des Engelsbrunnens gehäuft nachweisbar.
(91) Aus der Geschichte der beiden Häuser Marktplatz 21 (1617) (betr. Familien KAPPES, GLOCK, NEUBICH, v. BERG, BENARIO, Hermann KOCH, Adolf OPPENHEIMER).
(92) Wertheimer Fachwerkhäuser I (Marktplatz 13) (Besitzer: SCHACHT, WEGELIN, MAYER, SCHMEZER).
(93) Wertheimer Fachwerkhäuser II (Eichelgasse 2) (Besitzer: SCHÜRER, BECKERT, KLEIN, HAAS, BECKER, KAMMERER, SCHÄRTLEIN, TRAUTWEIN).
(94) Hofgarten - ein kultureller Mittelpunkt (1777).
(95) Die Allee beim Lustgarten vor dem Brunntor (1781).
(96) Überraschender Fund beim Abbruch des Lagerhauses (Grabmal v. BEUST, Sandstein-Urne 1974 aufgefunden, betr. Adolph v. BEUST, † Wertheim 12.4.1818, kath., nur l ½ Monate alt, S.d. Friedrich Frhr. v. BEUST († 1839), Ghz. Bad. Maj. u. Kmd. d. 8. Landwehr-Bat. in Wertheim. Ein späterer Adolph v. BEUST, Major a. D., kauft 1873 die nach ihm benannte Wertheimer Villa VON BEUST).
(97) Pappelbäume "böslicher Weise" zerstört ... (1827).
(98) "Denkmal der Dankbarkeit" in den Birken (1842).
(99) Grundsteinlegung mit silbernem Hammer ("Löwensteiner Hof" 1843).
(100) Centhaus - Baudenkmal von eigentümlichem Reiz.
(101) Die Restaurierung der Kilianskapelle (1894-1904).

X. Kirchengeschichte
(102) Geschichte der Pfarrei Eichel reicht bis 1276 zurück (Liste der Pfarrer von Eichel: 1279 Conrad VON WERBACH, 1284/1301 Heinrich SCHETZLEIN, 1336/1356 Johannes VON ROSENBERG, DH zu Würzburg, 1359 Albrecht, 1432 Paul VON KLINGENBERG, 1437 Peter SOMMER von Butzbach, bis 1468 Johannes Anthon VON BUTZBACH (Grabplatte), 1517 Michael HASE, Chorherr in Stift Haug-Würzburg, 1530/34 Wolfgang FRIDEL).
(103) Zur Reformationsgeschichte der Grafschaft [Wertheim]. I. Die Wertheimer Pfarreien 1530. II. Alban HÖFER, Pfarrer in Sachsenhausen. III. Leonhart KNETZEL, Pfarrer zu Niklashausen und Remlingen. IV. Peter HUNERBÜCHLER, Pfarrer zu Marktheidenfeld. V. Jacob WERNDT, Pfarrer zu Dertingen, Üttingen und Laudenbach.
(104) Verschwundene Schätze aus alter Zeit (Kirchenornat der Grafschaft, eingeschmolzen auf dem Breuberg).
(105) Magister Jacobus FISCHER gen. Piscator (seit 9.5.1558 Pfarrer in Wertheim, † 8.9.1573).
(106) Von den Orgeln der Wertheimer Stadtkirche. Der Chronist weiß interessantes zu berichten (Anfg. 17. Jahrhundert; Gebrüder STUMM).
(107) Wertheims Superintendenten als Chronisten. Die Kirchenbuch-Merkwürdigkeiten der Geistlichen [Johannes] WINKLER, [Johann Philipp] FÖRTSCH, [Johann Jacob] WILLIUS und [Johann Casimir] RENZLER aus den Jahren 1680 bis 1728.
(108) Der durstige Pfarrer von Michelrieth (DENNSCHERZ 1746).
(109) Magister Johann Michael DENNSCHERZ. Pfarrer in Michelrieth und Bettingen (Verf. von Widmungsschriften, Kantaten und Gebetbüchern; * Wertheim, S. d. Joseph D., aus Schwarzenau, Schneider in W., u. d. Anna Margarethe VOLCK, verh. Wertheim 1.7.1718 Anna Barbara ENDRES, T. d. Spitalmeisters Lorenz E.).
(110) Pfarrer Franz Marinus STEPHANI [in] Nassig [u. Sachsenhausen] (* Kronberg, Ts., 22.4.1727, † 15.1.1805, S.d. Johann Martin ST. u. d. Susanna Maria SCHWALBACH, Gymn. Idstein, stud. Halle, Informator der Grafen zu LÖWENSTEIN-WERTHEIM, Pfarrer in Kembach, Nassig; verh. 1760 Christina Dorothea SAUER, T. d. Hofapothekers S.).
(111) Was der Turmknopf der Stadtkirche erzählt (1751/52).
(112) P. Venantius ARNOLD, Präses und Pfarrer (1829) (eigentl. Lorenz ARNOLD, * Freudenberg 13.8.1754, Priester 20.3.1779, † 15.10.1836).
(113) Die katholische Kirche und ihr Hochaltar (1842/1869, von Anselm SICKINGER).
(114) Vikare [Gerhardt] LANGGUTH und [Hans] SACHS im Amt (1953) (Ordinationen in Wertheim gestern und heute, mit Liste der hier ordinierten Geistlichen 19./20. Jh.).
(115) Komponisten in und aus Wertheim (betr. Philipp Friedrich BUCHNER (* 1614, † 1669); Philipp Heinrich ERLEBACH (* 1657, † 1714); Johann Wendelin GLASER (* 1713, † 1783); Heinrich Joseph RIGEL (* 1741, in Paris).

XI. Schulgeschichte
(116) Die Wertheimer Gymnasialdirektoren (1825-1919) (betr. Dr. Johann Gottlob Erdmann FÖHLISCH (* Barge, NSchles., 1778, † 1862), Friedrich Karl Gottlob HERTLEIN (* 1803, † 1880), Eduard Franz Ludwig FÖHLISCH (* 1816, † 1880), Johann Heinrich SCHLEGEL (* Weizen/Südbaden 1823, † Offenburg 1888), Wilhelm BEHAGHEL (* Mannheim 1835, † Vegesack 1920), Wilhelm CASPARI (* 1855, † Heidelberg 1943), Otto KIENITZ (* Görlitz 1850, † 1922).
(117) Vor 80 Jahren: Vereinigte Volksschule (1877).
(118) Wann wurde das Volksschulturnen eingeführt? (1867) (mit Nennung von zahlreichen Lehrern).
(119) Aus der Geschichte der Handelsschule Wertheim (betr. Handelslehrer Friedrich HÖRTH, Simon FINK).

XII. Familiengeschichte
(120) Die Wertheimer Ministerialenfamilien DIETHELM. Eines der bedeutendsten und reichsten Geschlechter der vorreformatorischen Zeit.
(121) Steinkreuz wirft Licht auf Familie DIETHELM. Nur zwei Generationen des reichen und einflußreichen Geschlechts traten in geschichtlichen Vordergrund.
(122) NOTTNER/HERZ - Namenswandel im 16. Jahrhundert (Hans HERZ, † 24.1.1572, Fischer).
(123) Die Familie LEUTWEIN aus Freudenberg (Stammvater Hans LEUTWEIN, † 25.2.1511, Schultheiß in Freudenberg; Philipp LEUTWEIN I-III.).
(124) Wertheimer und Schweinfurter Familien (u.a. Familien HERMANN, GROß, LEUTWEIN, HÜBNER, BAUNACH, STIERLE, LENCKER, MÜLLER, RUPRECHT, HELLER, PURRMANN, WILLIUS, LEIPOLD, ANGELINUS, GOELER, DEUBEL, HEBERER, DEUTSCH, VOIT, KAISER, BOCCESIUS, STOLLE, ULRICH, ALTENFELDER, MERCK, Gustav Heinrich MÜLLER, Friedrich Wilhelm BÖNECKEN, Johann Christoph FABER).
(125) Familienbeziehungen Wertheim-Darmstadt. Zum Besuch des Historischen Vereins für Hessen in Wertheim am 18. Mai 1958 (betr. SEUBOTH, Gerlach HUG, Wilhelm PERSBECHER, Carl MESSING, Johann MÜSSIG, Dr. med. Justus CRAFT, Dr. med. Balthasar ULOTH, Anna Dorothea HOFFHERBER, Lic. med. Konrad SCHÜßLER, Johann Georg WEITZEL, Johann Philipp THILEMANN, Caspar GÖBEL, Johann Jacob STRAUß, Nicolaus LANGGUTH, Peter GÜTLICH, Johann Conrad SAUER).
(126) Ein Trauzeugnis aus der Familie STAHL (1589) (Stahl aus Stadtprozelten; Trauzeugnis der Eltern des Clemens STAHL, später Apotheker in Kitzingen: Peter STAHL verh. Neumarkt, Opf., 18.11.1589 Kunigunde HESEL).
(127) Alte Bande verbindet Wertheim und Windsheim. Zur Hauptversammlung der Gesellschaft für fränkische Geschichte vom 9. bis 11. September 1955 (betr. Andreas Wilhelm NEUBER, Friedrich DEUERKAUF, Georg MERCKLEIN [Heiratsvertrag von 5.9.1595]).
(128) Wertheims Einwohner vor 175 Jahren (1781/82) (Liste der Bürger Wertheims aus den Hand-Registern (Manualen) zur Bürgermeisterrechnung 1781/82 mit ergänzender Angabe des Jahres der Bürgerannahme, der Einwanderung von auswärts mit Herkunftsort und Angabe zum Wohnquartier [Brücken-, Eichel-, Mühlen- und Tauberviertel], an Bediensteten wurde nur die Bedepflichtigen aufgenommen, i.e. 733 Namen, davon 481 Bürger).
(129) Wilhelms FURTWÄNGLERs Wertheimer Ahnen (mit Ahnenliste in Ausschnitten bis Nr. 95, darunter DIROFF, SCHLUND, HOTZ, STEPHANI, SAUER, ASSUM, NEIDHART, COLLIN, RÖDER).
(130) Ein Testament vor 100 Jahren (betr. Johann Andreas SAUER, * 1712, † 1765, RegR. Christian Wilhelm Carl SAUER in Mannheim, dessen Sohn Christian SAUER, † Mannheim 3.12.1863, Testament 1855).
(131) Stammeltern von Bundespräsident Karl CARSTENS (Vorfahren FÖRTSCH).

XIII. Juden
(132) Im Laufe der Jahrhunderte wurden fünf Synagogen in Wertheim gebaut. Gedenktafel erinnert an 1940 erloschene Jüdische Gemeinde (Judenschule 1381 erstmals erwähnt).
(133) Das Juden-Begräbnis am Schloßberg (Grabstein des MEIR, † 1612, Vorsteher der Wertheimer Judengemeinde; Simson WERTHEIMER, OHoffaktor in Wien).
(134) Auf den Gräbern keine Blumen. Wertheimer Judenfriedhof seit 1938 nicht mehr belegt - Ruhestätte einer ausgelöschten Gemeinde.
(135) Wo wohnten hier die Juden vor 130 Jahren? (1823) (Familien ADLER, ARNSTEIN, BENARIO, FALKNER, FRANCK, FREUDENREICH, MANDELBAUM, NEUMÜLLER, STEINDECKER).
(136) Ereignisse um die Kristallnacht (1938).
(137) Da die Synagoge städtischer Besitz war, blieb sie vor Zerstörung bewahrt. Stadtarchivar Otto LANGGUTH rettete wertvolle Thorarollen und Kultgefäße. Reichskristallnacht wurde in Wertheim heruntergespielt - Spott über "die milde Wohltätigkeit der Külsheimer Wüstensöhne".
(138) Deportation der letzten Juden aus Wertheim und Dertingen in eine ungewisse und grausame Zukunft. Über die Nacht-und-Nebel-Aktion ist bis zum heutigen Tag nichts genaues bekannt (1940).
(139) Die Familienchronik der Familien MÜLLER und MARX zeugt von ereignisreichem und schwerer Not gezeichneten Leben. Internierung in Konzentrationslager der Nazizeit war Grund für die Emigration (betr. Gymnasial-Prof. Felix MÜLLER, dessen Schwester, die Konzert- u. Oratoriumssängerin Regina M. und deren Ehemann Dr. Ludwig MARX, Vorstand der Bürgerschule in St. Georgen).
(140) Felix FLEISCHMANN hat das bittere Los der Wertheimer Juden geteilt. 1939 mußte er in die USA emigrieren. Im Alter von 73 Jahren in New Jersey gestorben (* Dertingen 21.5.1905, † 12.4.1979).
(141) Ludwig BRÜCKHEIMER mit Wertheim verbunden. Ehemalige jüdische Gemeinde verlor Mitglied - Lebensweg einer Familie nach der Emigration in die USA (Ludwig BRÜCKHEIMER, * 30.10.1898, S. d. Lukas B. u. d. Sofie WOLF aus Külsheim).

XIV. Biographisches
1. Grafen- und Fürstenhaus
(142) Am 14. März 1556 starb der letzte Wertheimer Graf. Michael III. wurde als Letzter seines Stammes nur 26 Jahre alt.
(143) Nachlese zur historischen Studienfahrt (Miltenberg-Breuberg).
(143) Graf Ludwig zu STOLBERG-KÖNIGSTEIN (* 1505, 1556 Alleinerbe des Grafen Michael III. von Wertheim, † 1574).
(144) Maximilian Carl, 1. Reichsfürst zu LÖWENSTEIN (1711).
(145) Graf Johann Ludwig Vollrath (1705-1790).
(146) Beschreibung des 50. Regierungsjubiläums [des Grafen Johann Ludwig Vollrath am 14.4.1780].
(147) Unter dem Stern des Hubertus-Ordens. Zur Erinnerung an Kurfürst Carl Philipp von der Pfalz (1742).
(148) Carl Thomas, 3. Reichsfürst zu LÖWENSTEIN (1735).
(149) Fürst Carl Thomas wollte Pfalzgraf werden. Ambitionen in Stein gehauen - Interessanter Fund im Hof der Brauerei Lutz in Kreuzwertheim (Denkmal von 1760).
(150) Fürst Georg zu LÖWENSTEIN-WERTHEIM-FREUDENBERG (* Wertheim 15.11.1775, † 26.7.1855).
(151) Fürst Adolf LÖWENSTEIN als Geschichtsforscher.
(152) Die Ehrenpforte in der Bahnhofsstraße. Empfang für Fürst Ernst und Fürstin Wanda zu LÖWENSTEIN-WERTHEIM-FREUDENBERG am 10. Juli 1887 in Wertheim.
(153) Die fürstliche Gruft in der Stadtkirche (1907) (mit Liste der Bestatteten).
(154) Ein Ahnherr des Hochzeitspaares. Michael von HABSBURG-LOTHRINGEN und Christiana zu LÖWENSTEIN gemeinsame Nachkommen des Grafen [Ludwig II.] von NASSAU-WEILBURG (1966).

2. Beamte
(155) Wertheimische Beamte vor 400 Jahren. Wer vertrat die Grafschaft bei der Doppelhochzeit 1566 auf Schloß Königstein? (Friedrich von RATZENBERG, Amtmann zu Wertheim; Conrad HÜNDER, Amtmann in Schweinberg; Michael FREUND, Amtmann in Remlingen; Valentin RÜDIGER, latein. Schulmeister, dann Zinsschreiber in Wertheim, zuletzt Amtmann zu Homburg u. Laudenbach).
(156) Über die Aufgaben eines Rentmeisters (1635) (betr. Bestallung von Johann HELLER 7.8.1635).
(157) Kanzleidirektor Johann SCHERBAUM, J. U. Lic. Ende des 17. Jahrhunderts in der gräflichen LÖWENSTEIN-WERTHEIM-VIRNEBURGSCHEN Verwaltung tätig (1677/95) (* Brombach im Wiesental um 1648, † Korbach 21.12.1714, 1696 Gfl. Waldeck. GehR. u. Kanzler).

3. Bürgerschaft und Persönlichkeiten
(158) Dr. Joseph ASCHBACH - der Geschichtsschreiber. "Geschichte der Grafen von Wertheim" 1843 in Druck gegeben (* Höchst am Main 29.4.1801, † Wien 25.4.1882, Ritterstand 1872, Prof. d. Geschichte in Bonn, Wien).
(159) Weinhändler Philipp Friedrich ASSUM.
(160) Vorbild eines wahren Demokraten. Vom Leben und Wirken des Handelsmannes Bernhard BENARIO (* Wertheim 22.1.1819, † 16.2.1885, Vorsteher des Synagogenrats, Gemeinderat usw., S. d. Kfm. Samuel B., aus Obernbreit, u. d. Babette FRANK, aus Mainbernheim; verh. I. SCHÖNLEIN/Jeanette BENARIO, aus Obernbreit; verh. II. 1846 Auguste BÜHLER, aus Karlsruhe).
(161) Stets stolz auf die Vaterstadt. Bankier Gustav BENARIO wäre am Sonntag 100 Jahre alt - Ein Förderer des Historischen Vereins (* 11.2.1868, † USA 3.6.1948, S. d. Kfm. u. Weinhändlers Leopold B. u. d. Johanna; verh. Heidelberg 14.11.1893 Emilie SCHARFF aus Landau/Pfalz).
(162) Woher stammte Goldschmied Sebastian BOCK? (aus Künzelsau).
(163) Anna Barbara BUCH, geb. BERINGER.
(164) Zum 100. Geburtstag Clemens BUSCHERS. Ein bedeutender Gamburger Bildhauer (* Gamburg 19.6.1855, † 8.12.1916, S. d. Maurers Friedrich B. u. d. Dorothea HAFNER aus Dienstadt).
(165) Ein Staatsmann aus Wertheim: Johann Albrecht Friedrich EICHHORN. Vor 200 Jahren wurde der Organisator des preußisch-deutschen Zollvereins im "Grünauer Hof" geboren (* Wertheim 2.3.1779, † Berlin 16.1.1856).
(166) Johann Nicolaus EMMERICHs "Erbschaft" (1771) (Büttnermeister Johann Nicolaus E., * Groß-Umstadt 1739, 1771 Bürger von Wertheim, † 1818, irrtümlich für den Teilhaber Johann Jacob ASTORS gehalten).
(167) Aus der Geschichte der Familie VON FEDER. Seit 1774 in Wertheim - Victor v. FEDER der letzte männliche Namensträger (Reichsadel: Wien 6.7.1797 für Johann Christian Heinrich FEDER, Fürstl. Kammerdirektor; verh. 1779 mit Regina Rebecca BIRKENSTOCK).
(168) Zur Erinnerung an Michael FEIGENBUTZ. Der verdiente Pädagoge wurde vor 70 Jahren zum Ehrenbürger ernannt (1885, * Zeutern bei Bruchsal 4.2.1816, † Wertheim 1893, Hauptlehrer der katholischen Volksschule in Wertheim).
(169) Catharina Margarethe FRISCHMUTH, geb. RASSEL († 2.12.1723, 92 J. alt "War zu der Zeit die älteste Person in der Stadt u. auf dem Land u. hat ihren Christen- u. Wittibs-Stand wol u. rühmlich geführet"; "Hat erlebt 35 Dichterlein u. 12 Urdichterlein oder so viel Enckel u. Urenckel"; verh. Johann Heinrich FRISCHMUTH, Bäcker. Stammeltern aller Wertheimer FRISCHMUTH).
(170) Johann Christoph FRISCHMUTH, der "Torbeck".
(171) Vom Bauernjungen zum Hofbäckermeister (Johann Wilhelm GEGENWARTH, * 1741, † 1821, hinterließ ein Familienbuch).
(172) Stadtamtmann Georg Conrad GREINEISEN (* Wertheim 1.1.1723, † Jan. 1780).
(173) Johann Peter GRÖTSCH, Kürschner und Feldmesser.
(174) Kaufmann Georg Heinrich HAAS (* Wertheim 9.1.1802, † Febr. 1865, S. d. Johann Peter H., Nadlermeister, u. d. Amalie Christine BETSCHLER, Bruder des Bgm. Ludwig H.; verh. Catharina Luise BACH).
(175) Bürgermeister Ludwig HAAS (1845/52 u.1861/66). Bei Ausbruch des Bruderkrieges vor hundert Jahren war Wertheim ohne Stadtoberhaupt (* 26.5.1806, † 1866, S. d. Johann Peter H., Nadlermeister u. Handelsmann, u. d. Amalie Christine BETSCHLER; verh. 1835 Christiane Margaretha BACH, T. d. Johann Michael B., Rotgerber u. Gemeinderat in Wertheim).
(176) Georg Conrad HELD und seine Nachkommen (* Rothenburg o. d. T. 1761/62, † W. 15.1.1814 , Gastgeber "zum goldenen Adler"; verh. I. 1792 Rosina Elisabeth KAUFMANN, T. d. Johann Jacob K., Gastgeber "zum goldenen Adler", Bierbrauer u. Büttner; verh. II. 1788 Sophia Rosina, T. d. Georg Jacob WEIDUNG).
(177) Peter HERRSCHAFT, Schultheiß zum Kreuz (* 1529, † Wertheim 11.1.1604, Gfl. Amtm. in Schweinberg, 1567 Schultheiß in Kreuzwertheim; verh. Anna GÖLLER; Schultheiß Peter KOPP).
(178) War Peter HERRSCHAFT Bildhauer? Vor 400 Jahren wurde ihm die Verwaltung Kreuzwertheims übertragen - Jetzt Straße nach ihm benannt (Bildhauer Jörg KOCH).
(179) Peter HEUSLEIN, Schultheiß zu Wertheim, (* ca. 1521, † 1591, Tuchscherer, 1562 Bürgermeister, 1574 Schultheiß; verh. I. Margaretha SCHÄTZLEIN, Wwe. d. Cuntz von Helmstatt; verh. II. 1575/76 Margaretha HEINLEIN; diese verh. II. Philipp LEUTWEIN).
(180) Was weiß man noch von Capitain HOFMANN? Er war Hauptmann im Großbritannischen Generalstab, nicht Schiffskapitän (* Wertheim 21.5.1779, † Wertheim 22.7.1866).
(181)Der Schiff- und Handelsmann Gottfried HOTZ (* Wertheim 8.12.1809, † 30.8.1887, Gemeinderat, S. d. Metzgermeisters Philipp Jacob H, u. d. Friederike Sophie GERNER, aus Unterschüpf; verh. Rosina MUSCHAWECK, † 29.4.1863).
(182) In Memoriam Dr. of med. Wilhelm HOTZ (* Wertheim 13.7.1870, † 10.4.1953, Mutter: Schwester d. Kommerzienrats Wilhelm LANGGUTH).
(183) Alexander KAUFMANN - Wertheims Historiker, Zu seinem 60. Todestag - Seine Werke heute noch segensreich (* Bonn 14.5.1817, † Wertheim 1.5.1893; verh. Mathilde BINDER, Dichterin unter dem Pseudonym "Amara George", T. d. Bgm. von Nürnberg).
(184) Vor achtzig Jahren starb in Wertheim der Historiker Alexander KAUFMANN.
(185) Hatte Johannes KEPLER Beziehung zu Wertheim? Zu dessen Todestag Erkenntnisse aus dem hiesigen Kirchenbuch (Hilpertus KEPLER, S. d. Edlen Johannis KEPLERI, Mathematici Caesarei, Söhnlein" † Wertheim, begr. 18.9.1635, 10 ½ J. alt).
(186) Vor 50 Jahren starb der Maler Fritz LANGE-DEDEKAM. Die letzten 25 Jahre verbrachte er in seiner Wahlheimat Wertheim (* Bastorf bei Bad Doberan, Mecklenburg, 10.12.1860, †Berlin 26.4.1931; verh. Aasta DEDEKAM, aus Norwegen).
(187) Georg Heinrich LANGGUTH, Kaufmann. Vom gelernten Posamentier zum Eisenhändler (* Wertheim 17.8.1808, † ebd. 24.12.1881, S. d. Johann Jacob L., Eisenhändler, u. d. Catharina Margaretha SCHLUND; verh. 1841 Rosina Catharina GEGENWARTH, T. d. Wilhelm Peter G., Bäcker, Stadtrat in Wertheim).
(188) [Michael] Jacob LANGGUTH - Freiheitsmann von 1848. Ein republikanischer Demokrat in Wertheim - In Amerika die Demokratie erlernt - Als Revolutionsmann verhaftet (* 15.7.1811, † 22.2.1866, Kfm., S. d. Johann Jacob L., Eisenhändler, u. d. Catharina Margaretha SCHLUND).
(189) Stadtarchivar Otto LANGGUTH heute 75 Jahre alt (1953) (* Wertheim 11.8.1878, † 8.3.1968, S. d. Kommerzienrats Wilhelm L.).
(190) Caspar MERIANs Wertheimer Aufenthalt (I-III) (1673/83) (Die Merianhäuser kaufte dann der Pulvermacher Georg PHILIPP, dessen Tochter Maria Dorothea PHILIPP eines dem Rotgerber Johann Philipp PLATZ in die Ehe brachte. Spätere Besitzer: ADELMANN, HENNING).
(191) Georg MÜLLER, Wertheims Meßschiffer (* Wertheim 23.2.1661, † 12.11.1738, S. d. Michael M., Schiffsmann, u. d. Barbara THEUERKAUF, sein Schiffstagebuch in den Aufzeichnungen seines Sohnes Georg Nicolaus; verh. 30.4.1682 Apollonia ENDRES, T. d. Schultheißen Peter ENDRES von Credenbach, fünf Söhne, fünf Töchter.
(192) Löwensteiner Hof-Wirt Georg Jacob MÜLLER.
(193) Johann Philipp MÜLLER, der Schnörkelwirt (* Wertheim 1.4.1814, † 8.7.1878, S. d. Johann Andreas M., Schiffsmann u. Handelsmann, u. d. Anna Regina KIRCHNER).
(194) Bartholomes RIEß, Schultheiß zu Wertheim († 17.2.1554, Bürgermeister, 1547 Schultheiß).
(195) Heimatforscher Gustav ROMMEL gestorben (1957) (* Urphar am Main 21.2.1876, †Karlsruhe 22.11.1957, Reichsbahnamtmann i.R., Ehrenbürger von Urphar).
(196) Johann Peter SCHMEZER und seine Söhne. Die Familie wohnte einst in einem kleinen Haus am Markt (kaufte 1787 als Knopfmacher das Haus am Markt des Johann Michael HOTZ; verh. 8.4.1788 Margaretha Dorothea FRISCHMUTH, T. d. Johann Michael F., Bäcker).
(197) Johann Georg SCHNEIDER, der Tausendkünstler.
(198) Archivar Joseph SCHUSTER und Wertheim. Zum 68. Geburtstag des vorzüglichen Kenners der Geschichte und Förderers der Forschung im Mainviereck (* Amorbach 1893, † 1965, zunächst Privatsekretär des Fürsten Alois zu LWRosenberg).
(199) Der Maler Theodor VERHAS in Wertheim (1863).
(200) WECKESSER, der erste Wertheimer Fabrikant.
(201) Johann Christoph WITT, Manger und Schönfärber.

XV. Grafschaftsorte
(202) Mittelalterliches Sühnekreuz als "Randstein" (Bestenheid).
(203) Grundstein-Nachricht aus Bestenheid (1865/75 Rat- u. Schulhaus).
(204) Die Bettinger Einwohnerschaft 1631 (aus dem Schatzungs-Register 1630/31, Familien ADLER, BEHEM/BÖHM, BERCK, BICK, BROCKES, BUNDSCHUH, BÜTTEL, DIEHM, EBERT, EIRICH, FIEDERLING, FLEGLER, FRIEDRICH, FRÖHLICH, GEYER, GÖTZELMANN, GROHE, HEFFNER, HOFMANN, HOHE, HÖRLEIN, HÖRNIG, KAYSER, KERN, KILBURG, KLEIN, KUNCKEL, MEUSER, MOLL, MÜLLER, REINHART, REUß, RUMMEL, SCHMIDT, SCHÜRGER, SEGNER, SEIDENSPINNER, SPERLING, SPIEGEL, STOCK, TRUTZEL, WERMUTH, WOLZ, ZINCK).
(205) Bettinger Markungsbeschrieb anno 1631.
(206) Der Wassermann im Eichler Aetter.
(207) Die Kreuzwertheimer acht "Herren" (I-II) (betr.: Achtherrn-Gesellschaft in Kreuzwertheim, eine private Kaufgenossenschaft des ausgehenden Mittelalters aus dem Jahr 1424: Peter BERES u. Frau Else [auch BERHAWß, PERHUS, BERYß, PRYß, PREIß], kauft den Feuserhof in Wertheim, später jg. u. ält. Bgm. von Wertheim; Hans HEILIG, Wolf HEILIG, Hans KIRCHER, Rich DIETENHEIMER, Ditz ULRICH, Claus SLUDENBRUN [SLEUDEMUR, SCHLUDENMUR, SLUDENBERG], Hans MECHENHART und Cuntz RUß [später REUß]. Betr. weiter die Familien SAUER, GÜNZELMANN, KERN, WIEßLER, DINKEL, SENFTLEBEN, KAYSER).
(208) Schafgasse und Schindersgasse (Kreuzwertheim 1710).
(209) Wie Kreuzwertheims Schloß entstand (1728/1736).
(210) Stein am Kaffelsteinweg in Kreuzwertheim wurde von einem Wertheimer gesetzt. Metzger Georg Christoph Albrecht BAURIEDEL besaß dort vor 200 Jahren Weinberg.
(211) Kreuzwertheimer "Mange" wird abgerissen (Errichtung 1829).
(212) 116 Jahre Post in Kreuzwertheim (1851) (betr. Postexpeditor SCHEDER, † 12.11.1891; Postbote Johannes WINZENHÖLER ("Posthannes"); Postexpeditor Cornelius SCHNATZ; Aushilfsbote Philipp DOSCH; Postagenten: Bahninspektor a. D. Oskar BAUER, Kriegerwitwe Babette HOCHREIN, Johann LECHNER; Postschaffner Georg WINZENHÖLER).
(213) "Oppidum" Marktheidenfeld. Ein Beitrag zur 1100-Jahr-Feier der Stadt (Eberhard HENCKEN I, Pfarrer von Marktheidenfeld 1397, Eberhard HENCKEN II, Frühmesser ebd. 1427).
(214) Ein toter Brunnen und bemerkenswerte Scherben (Sachsenhausen).
(215) "Wertheimer Grünkittelgrafschaft ...".
(216) Aus den Gemeinden im Amt Wertheim (1855) (mit Listen der 1855 gewählten Gemeinderäte).

Lupold v. LEHSTEN in: Hessische Familienkunde, Band 30, Heft 1/2007, Sp. 52-61.

 

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